Biografien großer Modedesigner - Leben, Mode und Stil von Guccio Gucci, Gianni Versace, Guy Laroche, Jeanne Lanvin, Elsa Schiaparelli, Jean Patou, André Courrèges, Paul Poiret, Mary Quant, Madeleine Vionnet, Charles Frederick Worth, Coco Chanel, Jaques Fath, Christian Dior

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Designerbiografien & Modelegenden: Guccio Gucci

Modebiografie - Guccio Gucci ++

Lebensdaten:

26.03.1881- 02.01.1953

Herkunftsland:

Italien

bekannt für:

seine hochwertigen Lederwaren, die vom Reitsport inspiriert und mit Initialen und Wappen verziert wurden

+ Der Weg zum Erfolg +

Guccio Gucci, der italienische Unternehmer und Gründer des Luxuslabels Gucci, wurde 1881 in Florenz geboren. Nach seinem Schulabschluss eröffnete der gelernte Sattlermeister 1906 in seiner Heimatstadt ein kleines Geschäft für Reiterbedarf. Nach einiger Zeit entschloss sich Gucci nach Paris und London zu gehen. Dort arbeitete er vorübergehend als Liftboy und Maître im Savoy Hotel bis er 1920 in seine Heimat zurückkehrte und sein kleines Geschäft wieder aufnahm. Durch seinen Umgang im Luxushotel mit vermögenden Reisenden, fand er heraus, wo genau der Bedarf an optimierten Gepäckstücken bestand. So spezialisierte er sich dieses Mal auf Lederwaren. Er fertige edle und robuste Schrank- und Reisekoffer, Hutschachteln, Kosmetiktaschen sowie Schuhe und Gürtel. Während seiner Zeit in London und Paris entwickelte er durch Kontakte zur internationalen Modebranche ein ausgeprägtes Gespür für Schönheit, Ästhetik und Kreativität. So wurden die hochwertigen Lederwaren ein großer Erfolg beim italienischen Hochadel.

Die Jahre vergingen und der kleine Laden entwickelte sich zu einer Produktionsstätte für hochwertige Mode- und Schmuckkollektionen. Ab 1938 verkaufte Guccio Gucci seine Kreationen in der vornehmen Geschäftsstraße der Via Condotti in Rom. Das Modeunternehmen Guccio Gucci S.r.l. wurde so erfolgreich, dass seine Söhne Aldo, Vasco, Ugo und Rodolfo schon ein Jahr später eigene Gucci-Filialen in Florenz, Rom und Mailand eröffneten. Anfang der 50er Jahre wurde Guccio Gucci in den USA bereits als Pionier des italienischen Designs bezeichnet. 1953 eröffneten Aldo und Rodolfo Gucci somit den ersten Laden in New York. Im gleichen Jahr starb Guccio Gucci im Alter von 71 Jahren.

Nach dem Tod des Modedesigners entwickelten sich die Gucci-Kreationen in den 60ern und 70er zu einem weltweit anerkannten Status-Symbol. 1978 präsentierte die Marke ihre erste Damen Prêt-à-Porter-Kollektion. Vier Jahre später wurde die Firma in die Aktiengesellschaft Guccio Gucci S.p.A. umgewandelt. 1988 kaufte die arabische Investcorporation einen Anteil der Gucci-Gruppe. Maurizio Gucci, ein Enkel Guccios, wurde zum Präsidenten des Unternehmens ernannt. 1993 endete die Unternehmensführung der Familie Gucci mit dem Verkauf von Maurizios Anteilen an die Investcorporation. In den darauffolgenden Jahren war es größtenteils dem Manager Dawn Mello und Guccios Nachfolger Tom Ford zu verdanken, dass die Modemarke an alte Erfolge anknüpfen konnte.


+ Modestil +

Guccio Gucci entwarf ursprünglich für den italienischen Hochadel vom Reitsport inspirierte Koffer und Taschen, die aus hochwertigem Leder gefertigt und mit Initialen und Wappen verziert wurden. Die Lederwaren wurden ein riesen Erfolg und somit sind die aus dieser Zeit stammenden Trensen- und Steigbügelmotive sowie die Farbfolge Grün, Rot, Grün bis heute immer wiederkehrende Motive des italienischen Modehauses.

In den 30er und 40er Jahren wurden Stoffe während des Zweiten Weltkriegs immer knapper und so griff Gucci auf alternative Materialien wie Hanf, Leinen, Jute sowie Bambus zurück. Die Stoffknappheit entflammte den Erfindungsreichtum des Designers und forderte seine Kreativität heraus. Die ungewöhnlichen Stoffe sind bis heute ein fester Bestandteil des unverwechselbaren Gucci-Designs.

In den 50er Jahren entwarf Guccio Gucci den Mokassin aus Velourleder, der mit einem Trensenmundstück verziert war. Der Schuh ist heute ein zeitloser Modeklassiker. Darüber hinaus stammt auch die berühmte Bamboo-Bag aus der Kreativschmiede des italienischen Designers. Die Tasche wurde zum Symbol des Modehauses und ist auch heute noch sehr beliebt.

Heute umfassen die Gucci-Kollektionen, neben einer Damen- und Herrenlinie, auch exotisch verarbeitete Handtaschen, der ursprünglich für Grace Kelly entworfene Foulard, Koffer, Uhren, Schmuck, Brillen und Schuhe.

Gucci steht heute vor allem anderen für subtilen Sex-Appeal. Ab 1994 verpasste Tom Ford dem Modehaus mit seinem Clean Chic, den rasanten Schnitten und aufregenden Cut-Outs ein neues Image. Tom Fords Nachfolgerin Frida Giannini orientierte sich an den Ursprüngen des Labels und setzt mit viel Gefühl auf weibliche Facetten.

+ Aktuell +

Gucci zählt heute weltweit zu einem der führenden Produzenten von Luxusartikeln.

1994 übernahm der amerikanische Designer Tom Ford die kreative Leitung bei Gucci und verhalf der Marke mit seinem unvergleichlichen Stilgefühl zu neuem Ruhm. Danach übernahm Frida Giannini den Posten der Chefdesignerin des Modelabels. Sie verlässt Gucci im Februar 2015. Wer ihr Nachfolger wird, ist noch nicht bekannt. Giannini ließ sich in ihren Kollektionen immer wieder von den Ursprüngen von Gucci beeinflussen.

Zu Ehren Guccio Gucci führte das Unternehmen die doppelten, ineinandergreifenden G's als Logo für die italienischen Luxusgüter ein. Die hochwertigen Lederwaren, Damen-sowie Herrenkollektionen und Accessoires werden heute in rund 500 Geschäften in den USA, Europa und Asien vertrieben. Der Sitz der Guccio Gucci S.p.A. befindet sich in Mailand.


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