Biografien großer Modedesigner - Leben, Mode und Stil von Pierre Cardin und weitere Biografien von Jean Patou, André Courrèges, Mary Quant, Paul Poiret, Worth, Madeleine Vionnet, Charles Frederick Worth, Karl Lagerfeld, Christian Dior, Jeanne Lanvin, Elsa Schiaparelli etc.

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Modeschule Brigitte Kehrer

Designerbiografien & Modelegenden: Pierre Cardin

Modebiografie - Pierre Cardin ++

Lebensdaten:

02.07.1922

Herkunftsland:

Frankreich

bekannt für:

seine avantgardistischen Damenkollektionen und seine Space Age Designs

Modezitat:

„Ich bin nie mit der Mode gegangen. Ich habe sie gemacht.“


+ Der Weg zum Erfolg +

Der französische Modedesigner Pietro Cardin wurde 1922 im italienischen San Biagio di Callalta geboren. Schon früh begann der Sohn eines Weinhändlers, im Modebusiness zu arbeiten. Bereits als 14-Jähriger lernte Cardin als Lehrling bei einem Kleidermacher, die Grundkenntnisse von Modedesign und Konstruktion. 1939 ging er nach Vichy, um dort bei einem Schneider Kostüme für Damen zu fertigen.

1945, Ende des zweiten Weltkriegs, zog Cardin nach Paris, wo er im Hause Paquin eine Anstellung als Modezeichner bekam. Bereits wenige Monate später begann er bei Elsa Schiaparelli zu arbeiten. Noch im gleichen Jahr wurde Cardin von dem Filmemacher Jean Cocteau engagiert, um die Kleider für den Film „La belle et la bête“ (Die Schöne und das Biest) zu entwerfen. 1946 wurde er bei Christian Dior eingestellt, der sein Modehaus gerade erst gegründet hatte. Gemeinsam entwarfen sie den „New Look“, der die Weiblichkeit der Frauen neu betonen sollte.

Obwohl Cardin diesen neuen Stil mit kreierte, wurde der Designer kurze Zeit später bekannt für seine Entwürfe, die einen gegenteiligen Effekt erzeugen. Seine Schnitte waren flächig und geometrisch und passten sich damit nicht der weiblichen Silhouette an.

1950 verließ Pierre Cardin Dior und gründete sein eigenes Modeunternehmen. Er begann zunächst Kleidung für Bühnenshows zu entwerfen, bis er sich nach und nach einen Kundenstamm aufgebaut hatte. Sein ehemaliger Arbeitgeber Christian Dior half ihm dabei, indem er Klienten, für dessen Aufträge er keine Zeit hatte, an Cardin verwies.

1953 veröffentlichte er seine erste Frauenkollektion und wurde Mitglied des „Chambre Syndicale“, einer Verbindung von Haute Couture Designern. Ein Jahr später eröffnete Cardin seine erste Boutique Eve, in der er Frauenbekleidung vertrieb. Noch im gleichen Jahr konnte er mit seinem Bubble Dresses großen internationalen Erfolg feiern. 1957 eröffnete Cardin schließlich auch eine Herrenboutique mit dem Namen Adam.

Pierre Cardin war einer der ersten Modedesigner, die ihre hochwertige Konfektionskleidung für die breitere Masse zugänglich machten. Zuvor wurde Couture nur exklusiv für private Kunden angefertigt.

In den 60er Jahren begann Cardin Kleidung, inspiriert von der Wissenschaft, zu entwerfen. Damit kreierte er einen Trend, der später als „Space Age Look“ bekannt wurde. Zudem gab es im Hause Cardin ab 1966 eine Kinderkollektion.
Cardins war einer der ersten Designer, der seinen Markennamen für zahlreiche Lizenzgeschäfte nutzte und damit seinen geschäftlichen Instinkt unter Beweis stellte. Zu Beginn wurde er für seine zahlreichen Lizenzgeschäfte kritisiert, aber schon bald taten es ihm andere gleich. Alle seine Produkte tragen Namen und Logo des Modeunternehmens und haben das Haus Cardin zu einem Imperium gemacht.

Mittlerweile zählen Konsumgüter, wie Armbanduhren, Tisch-, Bett- und Frottierwäsche, Porzellan, Möbelstoffe, Autointerieur, Uniformen für Armee, Polizei und Post in China, Nahrungsmittel, Mineralwasser und vieles mehr zu seinem Repertoire. 1981 kaufte Cardin sein erstes Restaurant, das Maxim´s in Paris. Weitere Dependancen auf der ganzen Welt folgten und bald gehörte auch eine Reihe von Maxim´s Hotels zu seiner Firma.


+ Modestil +

Zu Beginn des Modeunternehmens stand die experimentelle Damenmode. Seine Entwürfe hatten geometrische Formen und passten sich nur selten dem weiblichen Körper an, wodurch sie teilweise eher unpraktisch waren.

1954 kreierte Cardin das noch heute populäre „Bubble Dress“. Ein locker sitzendes Kleid, das in der Taille erst schmaler wird, sich dann wieder weitet und zum Saum hin wieder enger wird und so den Effekt einer Blase erzeugt.

In den 60er Jahren wurden die Kreationen mit dem „Space Age Look“ noch experimenteller. In den 70ern konzentrierte sich Cardin vermehrt auf seine Lizenzgeschäfte. Die Entwürfe der 80er Jahre sind in Form, Farbe und Material schrill und auffällig. Während die Damenlinie Cardins bis heute etwas gewagter ist, findet man in der Herrenlinie vor allem klassische Businessmode.


+Aktuell+

Heute gilt Cardin als einer der erfolgreichsten Designer des 20. Jahrhunderts. Er verfügt über rund 800 Firmen in 180 Ländern, eine Tatsache die er seiner beispiellosen Geschäftstüchtigkeit zu verdanken hat.

Pierre Cardin lebt in Paris und ist noch heute im Modegeschäft tätig, er entwirft und lizenziert weiterhin neue Produkte.


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