Biografien großer Modedesigner - Leben, Mode und Stil von Gianfranco Ferré, Franco Moschino, Guy Laroche, Jeanne Lanvin, Elsa Schiaparelli, Jean Patou, André Courrèges, Paul Poiret, Mary Quant, Madeleine Vionnet, Charles Frederick Worth, Coco Chanel, Jaques Fath, Christian Dior

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Modeschule Brigitte Kehrer

Designerbiografien & Modelegenden: Gianfranco Ferré

Modebiografie - Gianfranco Ferré ++

Lebensdaten:

15.08.1944 – 17.06.2007

Herkunftsland:

Italien

bekannt für:

seine weiten, weißen Männerhemden und Kleider mit architektonischen Schnittformen

Modezitat:

„Eleganz entsteht nicht dadurch, immer nach der neuesten Mode gekleidet zu sein.“


+ Der Weg zum Erfolg +

Der Designer mit dem weißen Vollbart und der braunen Rundbrille gehörte neben Giorgio Armani und Gianni Versace zu den Pionieren der italienischen Modeszene. Gianfranco Ferré trug in den 70er Jahren stark dazu bei, dass Mailand sich als wichtige Modehauptstadt etablieren konnte.
Der Modedesigner wurde 1944 im italienischen Legnano geboren und studierte an der Polytechnischen Universität in Mailand Architektur. 1969 schloss er sein Studium mit einer Doktorarbeit, die mit summa cum laude ausgezeichnet wurde, ab. Da er keine passende Anstellung als Architekt fand, entschloss er sich zunächst Möbel, Schmuck und Mode für die Designer Walter Albini und Christiane Bailly zu entwerfen. Mit der Zeit wurde Anna Piaggi von der italienischen Vogue auf Ferré aufmerksam und verhalf ihm zu seinem internationalen Durchbruch. Ab 1974 arbeitete er in einem eigenen Atelier und gründete vier Jahre später, zusammen mit dem Textilhersteller Franco Mattioli, sein eigenes Label Gianfranco Ferré. Noch im gleichen Jahr präsentierte er seine erste eigene Damenkollektion, die von seinen Reisen in den Orient beeinflusst wurde. 1982 folgte eine Herrenkollektion in natürlichen Farbtönen und aus hochwertigen Materialien, zwei Jahre später das erste Damenparfüm und 1986 seine erste Haute Couture-Kollektion für Damen sowie ein Duft für Herren. Von 1989 bis 1997 war Gianfranco Ferré als Chefdesigner der Damenlinie bei Christian Dior tätig. Ab 1997 entwarf er dann wieder ausschließlich Mode, Parfüm, Accessoires, Schuhe, Schirme, Uhren, Krawatten und sogar Thermoskannen für sein eigenes Label. Ende der 90er Jahre wurde seine Damen- und Herrenlinie um diverse Unterkollektionen erweitert. Dazu zählen eine Kollektion für Jugendliche, Kinder und fülligere Frauen sowie eine Jeans- und Pelzlinie. Die drei letzten Kollektionen wurden allerdings mittlerweile wieder eingestellt. Nachdem Ferré bereits mehrfach mit dem Oscar der italienischen Textilindustrie sowie 1990 mit der Gold Medal of Civic Merit in Mailand ausgezeichnet wurde, verkaufte er 2002 sein Unternehmen für rund 182 Millionen Euro an den italienischen Modekonzern Gruppo Tonino Perna und dessen IT Holding. Ferré, der auch der Architekt der Mode genannt wurde, arbeitete bis zu seinem Tod weiterhin als Chefdesigner des Labels. Der italienische Designer litt viele Jahre lang an Diabetes und wurde aufgrund dessen im Juni 2007 nach bereits zwei erlittenen Schlaganfällen in ein Mailänder Krankenhaus eingeliefert. Zwei Tage nach seiner Einlieferung starb Gianfranco Ferré im Alter von 62 Jahren an den Folgen einer Hirnblutung.


+ Modestil +

Gianfranco Ferré war vor allem für seine eleganten Kleider mit architektonischen Schnittformen bekannt. Sein Ziel war es Abendroben mit klaren Linien und geradliniger Eleganz für intelligente und starke Frauen zu entwerfen. Zu seinen Lieblingsstücken gehörten außerdem weite, weiße Männerhemden, die er immer wieder neu interpretierte. Der italienische Modedesigner setzte in seinen Kollektionen mit Vorliebe Pelz und kräftige Farbkombinationen aus Gelb-, Orange- und Rosatönen ein, die ihn schon bei Kulturen auf Reisen nach Indien und in den Orient verzauberten. Ferré kreierte stets tragbare, feminine Mode, die sich durch fantasievolle Formen und klare Linien auszeichnete.


+ Aktuell +

Nach Ferrés Tod 2007 übernahm der schwedische Designer Lars Nilsson die kreative Leitung des Labels. Nilsson war zuvor bereits bei bekannten Modehäusern wie Chanel, Christian Lacroix, Dior, Ralph Lauren und Nina Ricci tätig gewesen. Nur ein Jahr später wurde der Schwede durch das Designer-Duo Tommaso Aquilano und Roberto Rimondi, die schon Modemarken wie Prada, Max Mara und Malo gearbeitet hatten, ersetzt. Im Februar 2009 musste die Ittierre S.p.A., zu der das Modehaus Ferré gehörte, Konkurs anmelden. Zwei Jahre später wurde das Modeunternehmen vom arabischen Lizenznehmer und Bekleidungseinzelhändler Paris Group aus Dubai übernommen, der das Kreativteam Aquilano und Rimondi im April 2011 aufgrund schlechter Umsätze entließ. Im Juli 2011 wurde der Brite Graeme Black, der bereits für Modelabels wie John Galliano, Salvatore Ferragamo und Giorgio Armani gearbeitet hatte, als Chefdesigner bei Ferré verpflichtet.

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