Biografien großer Modedesigner - Leben, Mode und Stil von Charles James, Alber Elbaz, Guy Laroche, Jeanne Lanvin, Elsa Schiaparelli, Jean Patou, André Courrèges, Paul Poiret, Mary Quant, Madeleine Vionnet, Charles Frederick Worth, Coco Chanel, Jaques Fath, Christian Dior

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Modeschule Brigitte Kehrer

Designerbiografien & Modelegenden: Charles James

Modebiografie - Charles James ++

Lebensdaten:

18. Juli 1906 - 23. September 1978

Herkunftsland:

Berkshire, Großbritannien

bekannt für:

die ersten modischen Daunenjacken, Kombination ungewöhnlicher Stoffe und Materialien sowie die Erfindung des Taxi-Dress

Modezitat:

I´m the most copied person in the world.



+ Der Weg zum Erfolg +

Charles James, der auch als Amerikas erster Couturier bekannt ist, war ein Modedesigner, der auch ohne spezielle Ausbildung eine Bilderbuch-Karriere in der Modebranche machte.

Geboren in einer Kleinstadt nahe London, schickten seine Eltern ihn jedoch nach seinem Schulabschluss nach Chicago. Sie hofften, dass er durch die Arbeit in einem Architekturbüro Disziplin erlernen würde. Sehr lange funktionierte die Zusammenarbeit jedoch nicht, denn schon nach kurzer Zeit verlor James seinen Job. Daraufhin eröffnete er mit Unterstützung seiner Mutter im Alter von nur 19 Jahren ein eigenes Hutgeschäft in Chicago, das er nach seinem alten Schulfreund Charles Boucheron benannte.

Mit nur 70 Cent in der Tasche und ein paar Hüten im Gepäck, kehrte er Chicago nur zwei Jahre später den Rücken und zog nach Long Island, wo er erneut ein Hutgeschäft eröffnete. Doch auch hier blieb der damals 22-Jährige nicht lange, denn kurz darauf verschlug es ihn schon wieder nach New York, in den Stadtteil Queens. Diesmal verkaufte der Designer seine Hüte in einer Garage, in der er auch seine ersten Kleider entwarf.

Im Jahr 1929 ging James zurück nach England, pendelte aber häufig zwischen New York, Paris und London. Seine Hüte verkaufte er zu dieser Zeit an große Fabriken in diesen drei Metropolen, die sie als Prototypen für unzählige Kopien nutzten. Im Jahr 1933 eröffnete der Modedesigner schließlich ein Hutgeschäft in London. Im selben Jahr erfand er auch sein legendäres Taxi-Dress, für das er bis heute bekannt ist. Seine Idee war es, ein Kleid zu entwerfen, das Frauen problemlos auf der Rückbank eines Taxis anziehen konnten. Nebenbei entwarf Charles James auch Bühnenoutfits und gründete schließlich 1936 sein gleichnamiges Modelabel. Gleichzeitig präsentierte er seine erste Haute Couture Kollektion in Paris.

Ende der 30er Jahre ging er zurück nach New York und konnte in der Modemetropole an seine Erfolge anknüpfen: Er gewann mehrere Modepreise, seine Kollektionen wurden wiederholt in der Vogue gezeigt und diverse Kooperationen mit unterschiedlichen Designern folgten.

Im Jahr 1954 heiratete er seine 20 Jahre jüngere Frau Nancy Lee Gregory, mit der er einen Sohn und eine Tochter bekam. Seine Kinder inspirierten James letztendlich auch dazu, seine Arbeit um eine Kinderkollektion zu erweitern.  Die Ehe scheiterte allerdings nach rund zehn Jahren, woraufhin James ins New Yorker Chelsea Hotel zog, wo er neben dem Verkauf seiner Mode an weiteren Designs arbeitete.

Charles James starb schließlich im Alter von 72 Jahren an einer Lungenentzündung in New York.


+ Modestil +

Charles James wird nicht ohne Grund als Amerika´s erster Couturier bezeichnet, denn er wurde vor allem bekannt durch seine aufwendigen Abendroben und seine Haute Couture Mode. Seine Kleider können durchaus als sehr klassisch bezeichnet werden und wirkten durch die starke Betonung der weiblichen Figur stets feminin.

Vor allem in seinen großen Roben mischte James unterschiedliche Materialien und Formen, so dass jedes Modell zu einem pompösen Kunstwerk wurde. Die hauptsächlich bodenlangen Kleider verdeckten zwar meist die Beine der Trägerin, aber durch schulterfreie Ausschnitte, große Rückendekolletees oder filigrane Träger wirkte jede Frau stets dezent sexy und aufregend. Oft wurden mehrere Tüllschichten übereinander drapiert, Samt und Seide großzügig eingesetzt und der Look stets mit klassischen Handschuhen, passenden Accessoires und opulentem Schmuck getragen.

Auch seine Pret-a-Porter Mode folgte dieser Handschrift. Waren diese Kollektionen zwar nicht ganz so auffällig wie die glamourösen Abendroben, wirken sie trotzdem stilvoll und elegant. Modeikonen und berühmte Persönlichkeiten wie Babe Paley und Austine Hearst zählten seiner Zeit zu James Kundinnen.


+Aktuell+

Obwohl Charles James schon seit mehr als 30 Jahren tot ist, wird er weiterhin mit unzähligen Auszeichnungen geehrt. Im Jahre 2014 fand eine Ausstellung des Kostüminstituts des Metropolitan Museum in New York zu Ehren des Modedesigners statt. James tritt damit in die Fußstopfen angesehener Designer wie Alexander McQueen, Prada oder Elsa Schiaparelli.

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