ROCOCOCA - Berlins Antwort auf Fake-Logo Shirts ++
Eine Invasion an Buchstabendrehern, optischen Verwirrungen und Wortspielereien tummelt sich auf T-Shirts. Fake-Logo-Shirts mit Homiés, statt Hermès oder Céline Dion, statt Céline Paris überschwemmen den Markt. Aber auch das Berliner Label ROCOCOCA hat noch genug neue Ideen.
Eigentlich könnte man meinen, dass das Repertoire an T-Shirt-Drucken und vor allem neuerdings an Logo-Verfremdungen irgendwann erschöpft sein muss. Oder, dass man einfach kein Schmunzeln mehr für die Buchstabendreher übrig haben kann. Aber weit gefehlt! Ein scheinbar nie versiegender Quell an Wortspielereien spuckt ununterbrochen neue geistreiche Drucke aus und jedes Mal denkt man doch wieder – ach, hätte ich doch auch mal drauf kommen können. Was einmal die Band-T-Shirts waren (oder immer noch sind), sind momentan die Fake-Logo-Shirts.

Ob T-Shirts und Sweater mit HOMIÉS von Brian Lichtenberg, statt Hermès oder Céline Dion, statt Céline Paris, man kann nur hoffen, dass die meisten Käufer den Gag auch wirklich verstehen, bzw. das Original noch kennen. Denn sonst wäre der Trend schon fast dem Tode nah, weil er schließlich inflationär verbreitet, bei einer eher weniger modeaffinen Zielgruppe angekommen ist, als gewünscht.
Das Aint Laurent Without Yves war auf jeden Fall der Knaller, obwohl die T-Shirts leider immer eine ziemlich geringe Halbwertszeit haben und der gute Gag schnell verpufft. Kaum gekauft, ist der Spruch schon alt und ein besserer muss her.
Was das schwedisch Modelabel 5Preview ziemlich dezent angefangen hat, wird heute mehr und mehr plakativ. Trotzdem scheint noch genügend Platz für MEHR.

Denn ROCOCOCA aus Berlin hat noch genügend weiße Shirts und nackte Baumwolltaschen übrig, um noch ein paar Sprüche zu klopfen und Buchstaben zu verdrehen. Die Shirts sind aus TENCEL hergestellt, einer aus Cellulose bestehende, industriell hergestellte Regeneratfaser, die sich kühl und trocken auf der Haut anfühlt. Auch ist das Label Mitglied der Fair Wear Foundation, die die Einhaltung von sozial verträglichen Arbeitsbedingungen in textilproduzierenden Ländern überwacht.
Die Qualität der Ware scheint also garantiert. Freuen wir uns also auch noch weiter über ein paar qualitativ hochwertige Sprüche und Fake-Logos, bis der Trend wieder durch den nächsten Geistesblitz abgelöst wird.



















