Das Comeback des Overalls. In Berlin und überall

von Anna E-Mail

Auch Berliner Labels wie Franzius und Adddress huldigen dem Overall seit einiger Zeit. Overalls hängen in den Schaufenstern der Berliner In-Läden im Bezirk Mitte sowie im Onlineshop stylserver.de, der vornehmlich Berliner Jungdesignerlabels verkauft. Den Overall gibt es seit mehr als 70 Jahren. Vom ursprünglichen Monteuranzug aus den USA wandelte er sich in den 1950ern zum weiblichen Hausanzug mit enger Capri- oder weiter „Türken“-hose. In den 1970ern wurde das Reinschlüpfen durch den Reißverschluss erleichtert. 1975 wurde er in den Olymp der Pariser Mode erhoben: Yves Saint Laurent machte ihn in verschiedenen Modefarben salonfähig und zum unschlagbaren Trend. Kleidungsstücke sind besonders schön, wenn sie sich nicht eindeutig einem Stil zuordnen lassen. Die Version des Overalls oder Jumpsuits von Yves Saint Laurent ist elegant und lässig zugleich. Er ist nicht gerade klassisch, geht aber ...

Follow up:

durch seine nachtblaue Farbe und den schillernden Stoff locker als elegante Abendbekleidung durch. Dies verstärkt auch der Samtgürtel in der Taille sowie das Arm- und Schulterfreie. Durch den Zusatz des immer noch währenden Trends der Haremshose, die Männer leider an Frauen nicht so schön finden, wie diese selbst („sieht aus, als hätte die Trägerin in die Windeln gemacht“), bekommt die Abendrobe eine lässige Note. An der Puppe sitzt er so gut, dass die Beine perfekt umspielt werden. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein Kleid. Haremshosen umschmeicheln die Hüften. Und auch die Oberschenkel werden zart umhüllt und sind nicht sichtbar, weil der überflüssige Stoff nach unten fließt und die Silhouette verschleiert. Außerdem kleidet der Overall den ganzen Körper ein. Um gelungene Kombinationen in Farbe oder Material braucht sich niemand zu kümmern. An Schuhen passt fast alles, entweder High Heels, Ankle Boots, Biker Boots oder flache Pumps. Nachfolgedesigner von Yves Saint Laurent ist Stefano Pilati. Der namensgebende und genialste Modedesigner aller Zeiten, Yves Saint Laurent, starb im Juni 2008 nach langer Krankheit. Die März-Ausgabe des Art Magazins veröffentlicht nun seine ungesehenen Männer-Akt-Zeichnungen, darunter als Modell auch Freddy Mercury.

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