09.07.10
Mit richtigem Stoff zur Fashion Week
von carla
Er war einer der ganz großen Modedesigner. Sein Ideenreichtum und sein ausgefeiltes Handwerk brachten ihm Ruhm und zeitweise Unverständnis ein. Seine Entwürfe waren niemals konventionell, sondern extravagant, laut, aufregend, schrill und exzentrisch. Nicht alle Kritiker besaßen den Mut, seine künstlerischen Herausforderungen anzunehmen. Seine Modenschauen begeisterten dennoch immer wieder aufs Neue. Seit seiner viel beachteten Abschlussshow am Central Saint Martins in London bewunderte und förderte ihn Isabella Blow, Muse, Stylistin, Mäzenatin, Journalistin und Stil-Ikone Englands. Alexander McQueen hat mit seinem Tod im Februar dieses Jahres eine große Lücke in der Modewelt hinterlassen. Seither gibt es bei den Modewochen weltweit Reminiszensen an ihn. Vielleicht auch in Berlin. Gestern startete die Berliner Fashion Week zum siebten Mal. Wie letztes Jahr, Anfang Juli, ist es brütend heiß. Für Modeopfer ist die Fashion Week eines der Highlights im Jahr. Die läppische Hitze kann kein Hinderungsgrund
Fortsetzung:
sein, sich in Schale zu werfen. Allerdings ist das nicht ganz leicht, denn die heiße Luft nagt am guten Aussehen. Haare werden platt, Gesicht und freie Körperteile rot und geschwollene Füße tun weh. Das macht alles nichts. Es gibt ja die richtigen Stoffe. Seide zum Beispiel ist edel, umfließt den Körper geschmeidig, lässt niemanden schwitzen, sondern kühlt und umspielt die Haut. Das Seidentop der Nebenlinie McQ von Alexander McQueen ist aus 100 Prozent Seide, luftig im Schnitt und schreit danach, getragen zu werden.










09.07.10 