Frühling am Körper. Peter Pilottos Blumenkleid
Es gibt zwei Dinge zu feiern. Den internationalen Frauentag und den ersten Oscar für eine weibliche Regisseurin. Kaum zu glauben, dass diesen Preis bisher nur Männer in den Händen hielten. Sei’s drum, es ist soweit und der Partyrausch soll rüberschwappen. – Was für eine Gelegenheit für Modeopfer. Sämtliche Haute-Couture-Roben an einem Platz verdichtet! Grund genug, selbst eins auszusuchen, Strickjacke und Winterboots im Schrank einwintern, die Haut für den Sommer vorbereiten und den Alltag einfach mal vergessen. In kalten und lang andauernden Wintern werden am meisten Schnittblumen gekauft. Besonders gut gehen helle Farben. Leuchtendes Gelb, strahlendes Weiß und kirschiges Rot. Angeblich wird die Sehnsucht nach dem Frühling dadurch ein bisschen befriedet. Der Geruch, die Farben und das Welk-Werden weisen auf einen Wechsel hin. Mit Kleidern müsste das ...
Modetrend aus Dänemark- Bibi Ghost Tasche für Wetterfühlige
Es soll Menschen geben, die den Schnee und die Kälte mögen. Mit eisigen Füßen, roten Nasen und fiesen Schauern auf dem Rücken fühlen sie sich wohl. Mit der zeitig einbrechenden Dunkelheit haben sie kein Problem. Das kann man ja mal so hinnehmen, auch wenn es schwer zu glauben ist. Welche Strategien mag es geben, um sommerliche Sonnenstrahlen, Wärme und Blumendüfte von sich fern zu halten? Es lohnt sich, einen Blick auf die neue nordische Generation und deren Mode zu werfen. Besonders die Dänen heißt es, im Auge zu behalten. Die Fashion Week in Kopenhagen gilt als unaufgeregt und viel versprechend. Als Stilvorbilder laufen dänische Modeopfer in Filmen, Magazinen und Blogs um die Wette. Kopenhagen ist hip, die Shops sind angesagt und die Cafés gefüllt mit stylish people. Und der Nährboden für aufstrebende Labels ist sowieso gegeben. Skandinavische Marken ...
Renner der Saison. Biker-Jeansweste à la rive gauche
Warum schwören so viele Style-addicts auf Vintage? Wenn Modeopfer, von Bloggern auf der Straße angehalten und abgelichtet, über die Herkunft ihrer Kleider sprechen, sind es meist Kombinationen teuerer oder billiger Marken mit Lieblingsteilen aus dem Secondhand oder den berühmten Flohmärkten LondonParisNewYorks. Was ist so verlockend an den schon getragenen und gebrauchten Sachen? Es ist die Erinnerung an vergangene Epochen. Und damit an das Feeling einer bestimmten Zeit. Ein Kleid, das Bianca Jagger im Studio 54 in einer durchtanzten Nacht getragen haben könnte, lässt man nicht im Laden hängen. Es ist zu verheißungsvoll. Mit Glück lassen sich Teile im Vintage-Look nicht nur durch tagelanges Wühlen auf Märkten finden. Manchmal hängen sie einfach so da, in ganz normalen Läden kleinerer oder größerer Marken. Mancher Retro-Look ist so gut nachgeahmt, dass er originaler ...
Trendtäschchen aus Schottenkaro. Vivienne Westwoods Markenzeichen
Manchmal stört es gewaltig, wenn in Kleidern oder Hosen keine Taschen eingenäht sind. Labels, die Ästhetik und Funktionalität verbinden wollen, wissen um dieses Ärgernis und wollen alles besser machen. Eins davon ist COS (Collection of Style), Tochterunternehmen des schwedischen Modegiganten Hennes & Mauritz. Die Marke legt viel Wert auf praktisches Design. Die Mode richte sich an Frauen, die „mitten im Leben stehen, in der Stadt leben, viel arbeiten und Familie haben“. Kleider ohne Taschen? Undenkbar. Wohin mit Handy, Schlüssel, Schnuller? Hieß es anfangs. Aber dieses Credo ist schwer durchzuhalten. Elegante Hosen, das kleine Schwarze und Business-Röcke verlieren an Form, beult das Portemonnaie in der Tasche. Sowieso möchten sich nicht alle Designer bei neuen Kreationen alltäglichen Sorgen unterordnen und ...
Das Accessoire des Mannes. Seidenkrawatte „Ed“ von Lagerfeld
Vivienne Westwood brachte Marketingstrategen kürzlich zum Haareraufen: Kauft weniger, dafür qualitätvoller! So lautete ihre Vision in Zeiten der Krise. Solch Wagemut einer sehr erfolgreichen Designerin mit mehreren Labels und Nebenlinien, die ihre Produkte ja irgendwie ans Volk bringen muss, kann befremdlich klingen, oder gar als Anarcho-Talk in die Geschichte eingehen. Aber hat sie nicht Recht, die Punk-Lady? Was wir brauchen, sind schöne und qualitätvolle Kleider. Die Rechnung geht beispielsweise so: Drei Einkäufe bei Zara sparen und dafür einen bei Karl Lagerfeld tätigen. Wenn man nicht Baptiste Giabiconi heißt, bekommt man diese Krawatte nämlich nicht vom Meister geschenkt. Die Kröten – es sind gar nicht so viele für den zarten Streifen aus 100 Prozent Seide – muss Mann selbst hinlegen. Aber das sei dem Manne auch geraten, denn der Silberglanz ist nicht nur fashion-up-dated, sondern auch sehr elegant. Das Logo-Emblem ist oben unterhalb des Knotens eingestickt und sieht an dieser Stelle wie ein majestätisches Wappen aus. Die Breite von 6 Zentimetern ist ...
Smarter Schuh einer Generation. Desert Boot zurück im Trend
Es trugen ihn schon die Väter. In den 1960ern und 1970ern. Wenn sie politisch waren, Studenten oder Musiker. Parker, Rollkragen, Jeans und diese Schuhe. Auf Demonstrationen in Berlin und München trugen ihn auch selbstbewusste Mädchen. Was zur damaligen Zeit ein Statement war, denn Unisex-Kleidung gab es noch nicht wirklich. Auf den Markt brachte ihn ...
Das Comeback des Overalls. In Berlin und überall
Auch Berliner Labels wie Franzius und Adddress huldigen dem Overall seit einiger Zeit. Overalls hängen in den Schaufenstern der Berliner In-Läden im Bezirk Mitte sowie im Onlineshop stylserver.de, der vornehmlich Berliner Jungdesignerlabels verkauft. Den Overall gibt es seit mehr als 70 Jahren. Vom ursprünglichen Monteuranzug aus den USA wandelte er sich in den 1950ern zum weiblichen Hausanzug mit enger Capri- oder weiter „Türken“-hose. In den 1970ern wurde das Reinschlüpfen durch den Reißverschluss erleichtert. 1975 wurde er in den Olymp der Pariser Mode erhoben: Yves Saint Laurent machte ihn in verschiedenen Modefarben salonfähig und zum unschlagbaren Trend. Kleidungsstücke sind besonders schön, wenn sie sich nicht eindeutig einem Stil zuordnen lassen. Die Version des Overalls oder Jumpsuits von Yves Saint Laurent ist elegant und lässig zugleich. Er ist nicht gerade klassisch, geht aber ...
Frühlingstrend vorgezogen. Leuchtende Strümpfe in dick
Wenn die Frühlingstrends in Magazinen und auf Plakatwänden erscheinen, ist es draußen kalt, und die Sehnsucht nach den neuen Sachen wird immer größer und größer. Passende Anlässe sind längst gefunden, die schönsten Begegnungen, wohlwollenden Blicke und warmen Verheißungen im Geiste ausgemalt, alles schon gekauft, nur das Wetter spielt nicht mit. Kalt weht der Wind und nass ist die Straße. Die Frühlingskleidung muss warten. Muss sie das? Nein. Vordenker und Vorreiter gibt es überall, in der Mode ganz besonders. Strümpfe in leuchtenden Farben zur Boyfriend-Cut-Jeans, zur schwarzen Hose oder zur eleganten Abendhose sind seit einigen Wochen der dernier cri. Und das übrigens nicht nur seit der Berliner Fashion Week. Beppe Modenese, der Vater der Mailänder Modenschauen, trägt zum dunklen Anzug schon immer rote Socken. Das italienische Modelabel Miu Miu hat mit den Weinbeer-farbenen ...
Glitzern auf dem roten Teppich. Karen Ly-Ring setzt in Szene
Ein paar Tage läuft die Berlinale noch. Das Glitzern und Schimmern auf Lippen, Augenliedern, an Armen, Hälsen, Handgelenken und Fingern war schon bisher bezaubernd und berauschend. Aber noch kommt sie, die große Preisverleihung. Und hier das Quiz vorab: Was verbindet Karina Lyczek, Justeen und den roten Teppich? Karina Lyczek ist die Designerin des exklusiven Schmuck- und Taschenlabels Karen Ly. Vor elf Jahren gründete sie ihr Unternehmen für Silberschmuck in Hessen. Stetig inspiriert von der Traumfabrik Hollywood kreierte sie funkelnde, pompöse Schmuckstücke aus hochwertigen ...
Im Zeichen des Bären. Dsquared2 Pullover zum halben Preis
Die Zipper, Pullis und T-Shirts von Hugo Boss mit dem Berlinale-Bär sind zwar schön, aber nicht wärmend. Die Berlinale, mittlerweile eine reife Dame von 60 Jahren, wird angesichts der Februar-Kälte verstehen, wenn Besucher und Filmschaffende lieber zum Bär-Pullover aus 100 Prozent Wolle greifen, die sind einfach heißer. Außerdem sieht der Bär fast genauso aus, er trotzt den weißen Herzflocken und geht entschlossen und eiligen Schrittes seinen Weg. Wohin mag er eilen? Hat er eine Pfeife im Mund oder hechelt seine Zunge verheißungsvoll auf Preisträger? Will er mit seinen Brettern Berge hinabrasen oder investigativen Journalisten vorbeugen? Er wird nicht etwa den über 1100 Buddy Bären eins über den Schädel klopfen? Was der Bär da ...


08.03.10 18:54:38, 339 Wörter, 180 Ansichten 








