Alle Modeklassiker im Überblick: Woher kommt der Smoking? Wann kam der Smoking für die Frau? Welcher Modedesigner hat ihn entworfen? Woher hat der Smoking seinen Namen? Warum wurde der Smoking zum Modeklassiker?

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Modeschule Brigitte Kehrer

Modeklassiker & Stilikonen: Der Smoking

Der Smoking ++

Von England über Amerika, an die Seine. Dieses Kleidungsstück hat eine Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich von Rauchern getragen, machte ihn Stilikone Marlene Dietrich bereits in den 20er Jahren auch für Damen salonfähig. Und als Modelegende Yves Saint Laurent 1962 den ersten seiner Art für Frauen kreierte, wurde er fortan zum weiblichen Symbol der Emanzipation: der Smoking.


Modeklassiker Smoking+ Herkunft +

Er gilt als Inbegriff der Eleganz und ist DAS Kleidungsstück mit dem der Mann stets passend gekleidet ist. Dabei war der Smoking ursprünglich nichts weiter als eine Hausjacke.  Diese wurde von den Smokern zum Schutz der Kleidung übergezogen, wenn man zum Rauchen in den Rauchersalon ging.  Sie sollte die übrige Kleidung davor schützen, nicht den Rauch aufzunehmen. Der elegante Gentleman wollte damit der Damenwelt einen Gefallen erweisen.

Bevor der Smoking seinen Siegeszug in die Kleiderschränke der Männer antrat, trugen die Herren die längeren Fracks. Albert Eduard, damals Prinz of Wales und später Eduard VII, fand den langen Frack zu unbequem beim Abendessen und ließ sich von dem englischen Schneider Henry Poole Mitte des 19. Jahrhunderts ein dinner jacket anfertigen, das dem smoking jacket nachempfunden und kürzer war. Es dauerte nicht lange, bis das dinner jacket über den großen Teich nach Amerika kam. Ein Freund von Eduard VII brachte das Jackett nach Amerika und zeigte sich in exklusiven Clubs damit. Die anderen Mitglieder waren begeistert und bald trugen auch sie solche dinner jackets.

Trotzdem wurde der Smoking bis zu den frühen 20er Jahren nur am Abend bei Privatgesellschaften wie Dinner oder Clubbesuchen getragen. Bei öffentlichen Abendveranstaltungen blieb weiterhin der Frack die angemessene Kleidung für den Mann. Erst später gewann der Smoking immer mehr an Bedeutung und löste nach und nach bis Ende der 30er Jahre den Frack ab.


+ Charakteristika +


Zu einem klassischen Herrensmoking gehört ein Jackett und eine Hose. Das Jackett ist meist ein einreihiges oder zweireihiges Sakko, das nur mit einem Knopf geschlossen wird. Das Revers ist mit elegantem Seidensatin besetzt. Die Farbe bleibt meist bei einem klassischen Schwarz oder einem dunklen Mitternachtsblau.  Die klassische Smokinghose ist eine aufschlaglose Hose mit einem einfachen Besatzstreifen, ebenfalls aus Seidensatin, entlang der beiden äußeren Beinnähte. Dazu tragen die Herren klassische weiße oder champagnerfarbende Smokinghemden.

Yves Saint Laurent behielt in den 60er Jahren die Grundgedanken des Smokings bei, verpasste ihm aber eine neue Weiblichkeit. Der Hemdkragen wurde durch ein Jabot (ein kleines Lätzchen) ersetzt und die klassische Fliege oder Krawatte durch eine schwarze Schleife. Den Schnitt passte er den weiblichen Rundungen an und so ist der Damen-Smoking bis heute klassisch, elegant und trotzdem stets feminin.


+ Mythos +


Bereits Filmstar Marlene Dietrich trug in den 20er Jahren mit Vorliebe Hosen, was bis dato ein regelrechter Skandal war. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten sich Frauen noch in weite Kleider und enge Korsetts gezwängt und Hosen waren nur im Kleiderschrank des Gentlemans zu finden. In den 20er Jahren emanzipierten sich Frauen immer mehr in der Gesellschaft. Designikone Coco Chanel revolutionierte die Mode mit ihrem androgynen Look und Marlene Dietrich ließ sich Herrensmokings auf den Leib schneidern.

Trotzdem konnte sich der elegante Anzug für die Frau nicht durchsetzen und blieb weiterhin als Standard Kleidungsstück den Herren vorbehalten. Es kam die Zeit der eleganten und femininen 50er, in denen Frau sich wieder weiblich in Kostüm und Mädchen in Petticoats zeigten. Erst in den Swinging Sixties, in denen die Mode einen Wandel durchzog, konnte sich auch der Smoking für die Frau durchsetzen, als die französische Schauspielerin Catherine Deneuve 1962 erstmals einen für Damen geschneiderten Smoking trug.

Es war der französische Modeschöpfer Yves Saint Laurent, der ihn für die Schauspielerin entworfen hatte und den Smoking 1965 in seiner Prêt-à-Porter- Kollektion River Gauche aufnahm. Ab diesem Zeitpunkt bot er ihn fortan in zahlreichen verschiedenen Variationen für Damen an und plötzlich wurde aus dem Herrenanzug ein Symbol der Frauenbewegung und Emanzipation. Im Laufe der Jahre kreierte der Schöpfer etwa 200 verschiedene Versionen und bis heute werden in dem französischen Modehaus, an die Zeit angepasste Versionen von Le Smoking angeboten.


+ Fazit +

Ein Smoking ist ein Klassiker der nie aus der Mode kommt. Mittlerweile gehört er nicht nur in jeden gut ausgestatteten Herrenkleiderschrank, sondern darf auch in keiner Damengarderobe fehlen. Ein Damensmoking ist die perfekte Alternative zur eleganten Robe beim Dresscode Black Tie

 



 




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