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Ausbildungsberufe in der Modebranche


Bekleidungstechniker/in

Bekleidungstechniker beschäftigen sich mit der industriellen oder handwerklichen Bekleidungsherstellung innerhalb eines Modeunternehmens.  Im Vordergrund steht dabei die technische Betreuung der Kleidungsstücke, von der Produktion bis zur Auslieferung an den Kunden. Bekleidungstechniker sind für gestalterische, organisatorische und betriebswirtschaftliche Tätigkeiten während des Produktionsprozesses zuständig. Neben der Arbeit für Betriebe, die Bekleidung herstellen, können Bekleidungstechniker auch  für Firmen tätig sein, die Maschinen zur Bekleidungsherstellung fertigen.
Die Ausbildung zum  Bekleidungstechniker erfolgt über eine Weiterbildung an staatlich anerkannten Fachschulen. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung und mindestens sieben Jahre Berufspraxis im Bekleidungsbereich. Die Weiterbildung an der Fachschule dauert zwei Jahre im Vollzeitunterricht und drei bis vier Jahre im Teilzeitunterricht.


Bekleidungstechnische/r Assistent/in

Bekleidungstechnische Assistenten unterstützen das Design hinsichtlich der Schnitterstellung oder der Fertigung bzw. Produktion von Bekleidung. Sie fertigen Entwurfsskizzen, arbeiten diese zu individuellen Musterschnitten um und berechnen Nahtzugaben, Bundbreiten sowie Reißverschlusslängen und Stückkosten. Außerdem sind sie für die Auswahl von Stoffen, Knöpfen und Applikationen zuständig und legen Arbeitsabläufe während des Produktionsprozesses fest.
Die Ausbildung zum Bekleidungstechnischen Assistenten erfolgt über eine zweijährige Lehre an Berufsfachschulen.


Entwurfsmodelleur/in

Entwurfsmodelleure planen, entwerfen und gestalten Modelle und Kollektionen für Bekleidungshersteller in Entwurfs-, Modell- und Produktionsabteilungen oder Modeateliers. Darüber hinaus sind sie in Kostümabteilungen von Fernsehanstalten oder Theatern sowie im Schneiderservice von Einzelhandelsbetrieben tätig.
Die Ausbildung zum Entwurfsmodelleur erfolgt über eine Weiterbildung an staatlichen Fachschulen oder eine Fortbildungsprüfung der Handwerkskammer an privaten Bildungseinrichtungen.


Grafikdesigner/in

Grafikdesigner in Modeunternehmen entwerfen grafische Kommunikationsmittel wie Anzeigen, Firmenlogos, Broschüren oder Websites. Sie sind hauptsächlich im Bereich Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, wie z.B. in Werbe-, Medien-, Marketing- oder Kommunikationsabteilungen von Unternehmen tätig.
Die Ausbildung zum Grafikdesigner erfolgt über eine schulische Lehre an Berufsfachschulen und Berufskollegs oder über ein Studium an einer privaten Akademie oder Universität.


Kürschner/in

Kürschner verarbeiten Tierfelle und Leder zu Pelz- und Lederkleidung und anderen Produkten. Neben der Herstellung, Reparatur und Pflege von Pelzen, zählt auch die Kundenberatung, das Entwerfen von Modellen und die Materialauswahl zu den Aufgaben des Kürschners. Kürschner arbeiten vorrangig in handwerklichen Kürschnereien, in Pelzfachgeschäften oder in der Pelzbekleidungsindustrie.
Da es sich bei der Arbeit des Kürschners um ein klassisches Handwerk handelt, erfolgt die Ausbildung zum Kürschner über eine dreijährige Lehre nach der Handwerksordnung (HwO).


Modedesigner/in

Modedesigner entwerfen und gestalten Modelle, Modelinien und Kollektionen für Modeunternehmen. 
Neben der Tätigkeit für Bekleidungshersteller, können Designer auch in Kostümabteilungen von Film- und Fernsehen oder an Theatern arbeiten. Darüber hinaus gibt es für Modedesigner auch Einsatzmöglichkeiten bei Modezeitschriften und -magazinen.
Die Ausbildung zum Modedesigner erfolgt über eine zwei- bis dreijährige schulische Lehre an Berufsfachschulen und Berufskollegs. Außerdem werden Modedesign Studiengänge an fachspezifischen Akademien und Universitäten angeboten.



Modellmacher/in

Modellmacher bestimmen die Produktqualität, Passform, Optik und Silhouette von Bekleidungsstücken. Sie setzen die kreativen Entwürfe der Designer in tragbare Mode um, indem sie maßangelegte Modellschablonen und Prototypen von Kollektionsteilen anfertigen.
Als Voraussetzung für den Beruf erwartet die Industrie eine handwerkliche oder industrielle Schneiderlehre, ein Studium in Modedesign und Bekleidungstechnik oder eine abgeschlossene Ausbildung als Bekleidungsgestalter mit Weiterbildung in Schnitttechnik.


Moderedakteur/in

Moderedakteure filtern aus den in einer Moderedaktion eintreffenden Informationen, die für den Leser interessantesten Beiträge heraus und erstellen aus diesen Texte für die nächste Printausgabe. Sie akquirieren zudem Bildmaterial für erscheinende Artikel, redigieren die von Journalisten geschriebenen Texte und verfassen selbst Beiträge für ihr Ressort.
Um als Moderedakteur arbeiten zu können, sollte man eine journalistische Grundausbildung absolviert haben und bestenfalls schon über eine längere Berufserfahrung als Modejournalist  verfügen.  Die Ausbildung zum Modejournalisten erfolgt entweder über ein Modejournalismus Studium oder über eine journalistische Ausbildung, kombiniert mit Kenntnissen im Bereich Modedesign.


Modist/in

Zu den Aufgaben des Modist gehört die Maßanfertigung und das eigene Entwerfen von Hüten, Kappen und Brautgestecken sowie die individuelle Kundenberatung zur Auswahl von Hüten.
Die Ausbildung zum Modist erfolgt über eine dreijährige, handwerkliche Lehre nach der Handwerksordnung (HWO).


Produktionsgestalter/in


Produktionsgestalter fertigen Mustervorlagen für Web- und Maschenwaren, bestickte und bedruckte Stoffe oder technische Textilien nach vorgegebenen Musterentwürfen oder eigenen Vorlagen an.  Dabei orientieren sie sich an den Vorstellungen von Kunden sowie wirtschaftlicher Rentabilität und technischer Produzierbarkeit des Musters. Produktionsgestalter sind vornehmlich  in Unternehmen der Textilindustrie, Webereien oder Textilveredlungsbetrieben tätig.
Die Ausbildung zum Produktgestalter erfolgt über eine dreijährige industrielle Lehre nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).


Produktionsmechaniker/in


Produktionsmechaniker überwachen, warten, pflegen und reparieren die Produktionsmaschinen in der Textilindustrie. Sie arbeiten überwiegend in klassischen Produktionsbereichen der Textilwirtschaft, wie Webereien, Stickereien oder Spinnereien, aber auch in Chemiefaserwerken.
Die Ausbildung zum Produktionsmechaniker erfolgt über eine dreijährige industrielle Lehre nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).


Schmuckdesigner/in

Schmuckdesigner entwerfen Schmuckstücke aus den verschiedensten Materialien, wie zum Beispiel den Edelmetallen Gold und Silber, Platin, Stahl, Holz oder Edel- bzw. Schmucksteinen. Anhand von eigenen Entwurfszeichnungen oder Kundenwünschen suchen sie zunächst das Material aus und fertigen dann von Hand das Schmuckstück an. Zum handwerklichen Prozess gehören schmieden, schleifen, fassen, emaillieren und löten des jeweilig zu verarbeitenden Materials. Aber auch Reparaturarbeiten und die Herstellung von Funktionsteilen, wie Verschlüssen gehören zum Tätigkeitsfeld von Schmuckdesignern.
Schmuckdesigner arbeiten in der Schmuckindustrie, in Goldschmiedewerkstätten/-ateliers oder bei Juwelieren.
Schmuckdesign kann an Hochschulen und Universitäten studiert werden. Aber auch durch eine Ausbildung zum Goldschmied findet man Zugang zu diesem Berufsfeld.


Schneider/in

Der Beruf des Schneiders ist ein Oberbegriff für verschiedene Schneiderqualifikationen. Hierzu zählt zum einen der Änderungsschneider. Dieser, wie der Name schon sagt, ändert Kleidungsstücke indem er sie hinsichtlich der Passform bzw. der Länge anpasst. Aber auch das Reparieren von beschädigten Kleidungsstücken, wie beispielsweise das Annähen eines fehlenden Knopfes oder das Flicken eines Lochs gehört zum Tätigkeitsbereich des Änderungsschneiders. Neben Kleidungsstücken arbeitet er auch mit anderen Textilgegenständen, wie Gardinen oder Decken.
Ein weiterer Berufszweig des Schneiders ist der Maßschneider. Maßschneider fertigen anhand individueller Kundenwünsche oder eigener Ideen Kleidungsstücke an. Sie beraten den Kunden in der Stoffauswahl, dem Schnitt und der Farbgebung des zu fertigenden Produkts. Die Entwürfe entwickeln sie entweder per Hand oder am Computer. Anschließend nehmen sie direkt am Körper Maß und erstellen die Schnittschablonen. Maßschneider arbeiten hauptsächlich mit der Nähmaschine oder per Hand. Neben der Gestaltung von Kleidungsstücken sind Maßschneider auch für die Reparatur, „Modernisierung“ und Änderung dieser zuständig.
Der Modeschneider gehört ebenfalls zum Oberbegriff des Schneiders. Modeschneider stellen Textilartikel, wie  z.B. Bekleidung hauptsächlich für Kollektions- und Serienfertigungen her. Anders als beim Maßschneider, der auch frei in der Gestaltung ist, arbeiten Modeschneider nach Vorgaben des Unternehmens bzw. der Designer und entwickeln die entsprechenden Schnittmuster. Da es sich hierbei oft um größere Mengen handelt, helfen sogenannte Modenäher den Modeschneidern bei der Anfertigung der Textilien.
Modeschneider sind hauptsächlich in industriellen Bekleidungsfertigungsbetrieben und Musterateliers tätig. Hingegen Maßschneider in Maß- sowie Änderungsschneidereien, Kostümabteilungen von Film, Fernsehen und Theater oder in Bekleidungshäusern. Änderungsschneider sind ebenfalls in Bekleidungshäusern zu finden oder in Braut- und Abendmodeboutiquen und eigenen kleinen Änderungsbetrieben.
Für alle drei Schneiderbereiche wird eine jeweilige Berufsausbildung angeboten.


Schnittdirectrice

Schnittdirectricen erstellen erste Schnittmuster für Kollektionen und Modelle oder verändern diese nach aktuellen Trends. Meistens arbeiten sie im Auftrag eines Betriebes.
Die Entwurfsskizzen der Designer werden von ihnen mit technischem Fachwissen und kreativem Gespür in produktionsreife Schnitte umgewandelt. Schnittdirectricen überwachen die Anproben der Prototypen und Größensätze, um daraufhin die Passform optimal anzupassen. Ebenso gradieren sie die Schnitte für die verschiedenen Konfektionsgrößen am Computer. Zu den Aufgaben gehört auch die Preiskalkulation für den Stoffverbrauch und das Zusammenstellen der Produktionsunterlagen für Zuschnitt und Fertigung.
Schnittdirectricen arbeiten in Bekleidungsindustriebetrieben, in Modedesignstudios, Warenhäusern mit Schneiderservice oder aber beim Theater.
Zugang zu dieser Tätigkeit bekommt man durch eine Weiterbildung zur Schnittdirectrice oder in der Bekleidungsgestaltung bzw. Produktentwicklung im Bereich Mode.


Stricker/in

Anhand mechanischer und automatischer Strickmaschinen stellen Stricker im Auftrag von Kunden oder nach eigener Vorstellungen Kleidungsstücke oder andere Textilien, wie Decken her. Ist der Strickvorgang maschinell gesteuert, legen sie das jeweilige Strickprogramm fest und überwachen den Prozess. Die gestrickten Bahnen schneiden sie anschließend auf die vorgegeben Form zu und konfektionieren die Einzelteile zu einem fertigen Kleidungsstück. Stricker arbeiten in Betrieben der Textilgestaltung oder in der Bekleidungs- bzw. Textilindustrie.
Den Beruf erlangt man durch eine klassische Ausbildung zum Stricker bzw. Textilgestalter im Strick-Handwerk.


Technische/r Konfektionär/in

Technische Konfektionäre erzeugen Produkte aus Naturgeweben und Kunstoffen. Hierzu zählen im Besonderen Markisen, Autoplanen oder Gerüstverkleidungen. Stoffbahnen  werden in diesen Fällen anhand maßstabsgerechter Skizzen zugeschnitten und zusammengenäht, entweder per Hand oder maschinell. Anschließend werden die nötigen Ösen, Riemen und Beschläge an den Stoffbahnen angebracht. Neben der Herstellung reparieren Technische Konfektionäre auch Produkte dieser Art.
Technische Konfektionäre arbeiten hauptsächlich in Industriebetrieben, Zeltverleihen oder in Raumausstatterbetrieben für Markisen und Sonnenschutz.


Visual Merchandiser

Visual Merchandiser sind für die Präsentation von Waren, aber auch Produkten oder Dienstleistungen zuständig. Sie dekorieren Schaufenster, Schaufensterpuppen oder Verkaufsflächen. Außerdem gestalten sie Erlebnisflächen, Events oder sind bei der Organisation von Verkaufsaktionen beteiligt. Im Fokus ihrer Arbeit steht immer das Interesse des Kunden mit ihren Projekten bzw. Darstellungen zu wecken und diesen im besten Falle zum Kauf des Produkts/ der Dienstleistung anzuregen. Visual Merchandiser haben ein besonderes Gespür für Licht, Formen und Farben und wissen dies effektvoll zu betonen. Dabei handeln sie nach den neusten Trends oder nach speziellen Vorgaben des Unternehmens.
Visual Merchandiser arbeiten vor allem in Einzelhandelsgeschäften, aber auch bei Messegesellschaften, Werbeagenturen, Ausstellungsveranstaltern oder Kongresszentren. Visual Merchandiser ist ein Ausbildungsberuf.


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